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Otto Huml bleibt Chef im IGZ
Nach Vertragsauflösung: 35-Jähriger bewirbt sich erneut - 30 Mitbewerber haben Nachsehen

Otto Huml bleibt der Chef im IGZ
Nach Vertragsauflösung: 35-Jähriger bewirbt sich erneut -
30 Mitbewerber haben Nachsehen

"Ich werte das als Bestätigung meiner Arbeit", sagt Huml. Der Waldkirchner ist seit Gründung des IGZ vor fünf Jahren Geschäftsführer. Nach Ablauf seines Vertrags zum Ende dieses Jahres haben die Betreiber (Stadt und Landkreis, Sparkasse und Volks- und Raiffeisenbanken) den Posten allerdings neu ausgeschrieben - die offizielle Begründung: die Aufgaben und die Kompetenzen des Geschäftsführers sollten neu geregelt werden. Dies bedürfe eines neuen Vertrags und damit einer neuen Ausschreibung. "Das hat mit Kritik an der Person Otto Humls nichts zu tun", sagte Bürgermeister Josef Höppler damals. Logische Folge: Der 35-Jährige bewarb sich erneut.

Neben Aufgaben und Kompetenzen hat bei den Verhandlungen auch das Geschäftsführersalär eine Rolle gespielt. Wie berichtet, haben die beiden Banken angekündigt, künftig kein Geld mehr zuschießen zu wollen. Da im Frühjahr das Stammkapital von einer Million Mark aufgebraucht sein wird, müssen Stadt und Landkreis die Kosten im IGZ senken - der neue Vertrag dürfte für die Betreiber eine willkommene Gelegenheit sein, den Rotstift anzusetzen:

Huml bestätigt das auch im Gespräch mit der PNP: "Ich werde nur noch eineinhalb und nicht mehr wie bisher zwei Tage im Gründerzentrum arbeiten - das hat automatisch ein geringeres Honorar zur Folge." Diese Regelung sei in beiderseitigem Einverständnis erfolgt: "Ich habe jetzt mehr Zeit für meine freie Beratertätigkeit."

Mit der Erfahrung der letzten fünf Jahre sei es ihm möglich, das Zentrum auch in geringerer Arbeitszeit zu führen - und sogar noch zusätzliche Aufgaben zu übernehmen. Der Geschäftsführer soll laut Vertrag künftig bei den Mietern für das Aussiedeln in die Region werben. "Ich hatte dazu bisher offiziell keine Befugnis." Bisher ließ sich ein Betrieb nach seinem Auszug aus dem IGZ in Waldkirchen nieder - die Firma Landschaftsplanung Christian Burger. Drei Aussiedler blieben in der Region (Tittling, Perlesreut und Freyung). Zwei gingen nach Frechen (bei Köln), einer nach Osterhofen. Als Mittler zwischen Verwaltung und Existenzgründer könne er in Zukunft vermehrt auf die Vorzüge zum Beispiel von Waldkirchen hinweisen. "Die Grundstückspreise sind niedrig, das Umfeld schön, die Region hat eine lebendige Kulturszene - mit diesen Pfunden werde ich wuchern."

An der Mietschraube soll indes nicht gedreht werden, um das Defizit, das bisher jährlich rund 50 000 Euro betrug, zu senken. "Um kein Defizit mehr zu haben, müsste ich die Mieten verdoppeln - dann würden aber alle aus- und keiner mehr einziehen." Auch Landrat Alexander Muthmann hält von Mieterhöhungen vorerst nichts: "Es stehen private Gewerbeflächen leer und der Mietpreis ist im Vergleich zu anderen Einrichtungen dieser Art durchaus hoch."

Huml sei der richtige Mann für den Konsolidierungskurs, betonte der Landrat gegenüber der PNP, er habe sich nicht umsonst "gegen eine ganze Reihe qualifizierter Mitbewerber" (30 Bewerbungen gingen ein, vier davon kamen in die Endauswahl) durchgesetzt. Auch Bürgermeister Josef Höppler würdigt das Engagement des 35-Jährigen: "Er hat mit der hohen Belegung bewiesen, dass er das IGZ erfolgreich führen kann."






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